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Mütterbeschimpfung: Die (unendliche) Geschichte der ‚Herdprämie‘

Es ist seltsam: Das Parlament, das in nie da gewesener Eintracht mit überwältigenden Mehrheiten Atomausstieg und Energiewende sowie Hunderte Milliarden Staatsgarantien für den Euro-Rettungsschirm beschloss, verkämpft sich ausgerechnet bei einer kleinen Leistung, die es bei nichtgefallen jederzeit problemlos abschaffen könnte.

Ist der ideologische Furor bei der Familienpolitik vielleicht sogar eine Kompensation für die Ohnmachtserfahrungen in einer Legislaturperiode, in der das Parlament den vermeintlichen Sachzwängen der Finanzmärkte ebenso wehrlos ausgesetzt war wie den Beschlüssen von Präsidenten und Kanzlerinnen auf Brüsseler Nachtsitzungen?

Ein interessanter, für das Internet ungewöhnlich langer, Rückblick über die unendliche Geschischte der Elterndiskriminierung nicht nur aber vor allem durch deutsche Spitzenpolitiker aller Coloeur. Die bis dato nicht übermäßig öffentlich aufgefallene „Gruppe der Frauen“ in der Unionsfraktion wird nun zur Opposition in der Koalition und bei dem Begriff „Herdpärmie“ geht es erkennbar um die öffentliche Demütigung einer Frau, der unterstellt wird, ein veraltetes Rollenbild zu vertreten.

Ein (langer) Bericht in „Die Welt“