Kinderkrippen sind Stress für Kinder
Welche Art der Betreuung von Kindern ist für deren spätere Entwicklung besonders förderlich? Vor dem Hintergrund der Diskussion über die Vereinbarung von Familie und Beruf, über das Betreuungsgeld, ja sogar über eine Kita-Pflicht, verweist der Kinder- und Jugendarzt Dr. Rainer Böhm auf Erkenntnisse umfangreicher Studien aus den USA, die, so schreibt er in einem Aufsatz, „keinen anderen Schluss zulassen als den, dass eine große Zahl von Krippenkindern durch die frühe und lang anhaltende Trennung von ihren Eltern und die ungenügende Bewältigung der Gruppensituation emotional massiv überfordert ist.“ Mit Langzeitfolgen.
Zu Gast bei Ingo Kahle:
Dr. Rainer Böhm, Kinder- und Jugendarzt am Sozialpädiatrischen Zentrum Bielefeld-Bethel
Dass Frauen Frauen sagen, wie sie leben sollen, ist nicht besser als der Chauvinismus.
Ein Beitrag zur Debatte um das „Betreuungsgeld“ in der faz.
Von Antje Schmelcher.
Statt Eigeninitiative wird Finanzierung privater Lebensentwürfe durch Dritte gefordert
Bei der aktuellen Inthronisierung des neuen Ideals doppelt-erwerbstätiger Eltern geht es vor allem um den Versuch einer Koalition von Arbeitgebern und Arbeitnehmern mit Kindern, sich Teile der Kosten ihres Arbeitskräftebedarfs bzw. ihres privaten Lebensentwurfs von anderen gesellschaftlichen Gruppen finanzieren zu lassen.
Ein ordnungspolitischer Kommentar von Steffen J. Roth, Geschäftsführer des Instituts für Wirtschaftspolitik, Uni Köln hier zum download: OK_05_2012
Diskussion um das Betreuungsgeld geht am Thema vorbei
Die anhaltende Diskussion um die Einführung eines Betreuungsgeldes reduziert das Thema auf finanzielle Aspekte. Das ist auf der einen Seite verständlich, da durch die Subventionierung der institutionellen Betreuung durch den Staat mit ca. 1500 € pro Platz und Monat eine einseitige finanzielle Bevorzugung entstanden ist.
Auf der anderen Seite wird ausgeklammert, daß es keine wissenschaftlich seriöse Untersuchung gibt, die einen positiven Effekt dieser Betreuungsform für Kinder unter drei Jahren nachweist. Das Gegenteil ist der Fall: Die Gefahren der frühen Betreuung für Kinder unter drei Jahren in Einrichtungen sind immens.
die Presseerklärung des Familiennetzwerks im Wortlaut
SPIEGEL-online veröffentlichte 18 ablehnende Kurzkommentare zum Betreuungsgeld
„Mit den 18 Kurzkommentaren gegen das Betreuungsgeld soll offensichtlich der Eindruck erweckt werden, dass Frauen in Deutschland nahezu geschlossen gegen das Betreuungsgeld seien“, so die Vorsitzende des Verbandes des Verbandes der Familienfrauen und -männer, Gertrud Martin.
Die Presseerklärung des vffm im Wortlaut
Betreuungsgeld verfassungswidrig?
Der Verband der Familienfrauen und -männer e.V. (vffm) veröffentlichte am 9.4.2012 eine Pressemeldung zum anhaltend kontrovers diskutierten Thema „Betreuungsgeld“.
Wir dokumentieren die Erklärung im Wortlaut:
Die Gegner des „Betreuungsgeldes“ in der CDU konnten die CSU bisher nicht davon abbringen, an dieser Leistung festzuhalten. Deshalb werden jetzt plötzlich angebliche verfassungsrechtliche Hinderungsgründe ins Feld geführt. So behauptet z. B. der Verfassungsrechtler Joachim Wieland, das Betreuungsgeld verstoße gegen das Gebot, alle Familien „gleichheitsgerecht“ zu fördern. Die Grünen-Politikerin Monika Düker verstieg sich sogar zur Behauptung, das Betreuungsgeld „begünstige“ Eltern, die ihre Kinder zuhause betreuen“.
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Krippen als Bildungsinstanz überschätzt
Die Warnung des 8. Familienberichts wird überhört und ignoriert. Mittelschichtkinder verlieren an Entfaltungschancen. Selbst bei „Risikokindern“ nur geringe Effekte
Der öffentlichen Auseinandersetzungen um das ab 2013 geplante Betreuungsgeld liegt eine massive Fehleinschätzung der Leistungsfähigkeit von Kinderkrippen zu Grunde. Darauf weist das Familiennetzwerk schon seit Jahren hin und wird jetzt durch den kürzlich erschienenen 8. Familienbericht der Bundesregierung bestätigt.
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Die dunkle Seite der Kindheit
In einem FAZ-Artikel auf der Seite „Zur Gegenwart“ analysiert Dr. Rainer Böhm, Leiter des sozialpädiatrischen Zentrums in Bielefeld, dass Krippenerziehung kontraproduktiv zum Kindeswohl ist. „Alles in allem steht damit fest, dass Krippenbetreuung die Stressregulation auch langfristig negativ beeinflusst. Und: Das in der Öffentlichkeit vorherrschende Mantra ist falsch, alle Probleme in der Krippenbetreuung ließen sich alleine durch Qualität lösen.“
Hier der vollständige Artikel aus der faz vom 4. April 2012








